Der Unterschied zwischen PostScript und Encapsulated PostScript
Encapsulated PostScript (EPS) ist das Standard-Format um PostScript-Dateien zu im- und exportieren. Sinn und Zweck einer EPS-Datei ist es, in andere PS-Dokumente eingefügt zu werden.
Beachten Sie aber bitte folgendes: Fügen Sie nie eine EPS-Datei in eine EPS-Datei ein. Dafür ist es nicht gedacht und es funktioniert auch nicht.
Im Prinzip ist eine EPS-Datei nichts anderes als eine PS-Datei, nur mit ein paar Unterschiede und Einschränkungen:
- Normalerweise beschreibt eine EPS-Datei ein "Bild" (das
kann in diesem Fall jede Kombination von Text,
Strichzeichnung und Bitmap sein) und beschränkt sich
auf einseitige Dokumente. PS-Dateien dagegen können
sehr wohl mehrseitig sein.
- EPS-Dateien können, wie erwähnt, ein Bitmap
als Vorschau beinhalten. Damit ist es möglich,
daß auch Programme, die in der Layout-Ansicht kein
PostScript interpretieren können (oder sollen),
zumindest die Möglichkeit bieten, einen groben
Überblick zu erhalten, welche Datei sich wo auf dem
Blatt befindet. Es gibt dafür drei Vorschau-Formate:
Das PICT-Format für den Mac, das TIFF-Format für
IBM-Rechner und das plattform-unabhängige und daher zu
bevorzugende EPSI-Format. Falls Ihre Software keine
Möglichkeit bietet, Vorschaubilder in die EPS-Dateien
zu integrieren, verwenden Sie das bereits erwähnte
GhostScript. Mit dieser Software können Sie
EPS-Dateien nachträglich Vorschau-Bilder
hinzufügen.
- Eine weitere Einschränkung ist, daß EPS-Dateien den Adobe Document Structuring Conventions entsprechen müssen, während es bei PS-Dateien zwar sinnvoll ist, aber nicht zwingend notwendig. Zumindest muß ein Header-Kommentar enthalten sein und die Angaben für die sogenannte Bounding Box, die die Dimensionen der Datei beschreibt.