Spezielle Scantips


Scannen von Vorlagen auf dünnem Papier

Frage:
Wenn ich aus einer Zeitung etwas einscanne, scheint mir immer die Rückseite durch. Was kann ich dagegen tun?

Antwort:
Dieser Effekt tritt bei Scannern mit weißer Unterseite auf, wenn eine Vorlage gescannt wird, die auf dünnem oder rel. transparentem Papier gedruckt wurde.

In diesem Fall auf das Orginal ein Blatt schwarzen Karton legen. Eventuell muß jetzt noch, falls es der Scanner nicht eh automatisch macht, der Kontrast auf das neue Verhältnis eingestellt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, beim Scannen eine Stelle auszusuchen, bei der die Rückseite durchscheint und diesen als Weißpunkt festzulegen. Wie das geht wird hier erklärt.

Verwenden der OCR-Software bei farbigen Vorlagen

Frage:
Meine OCR-Software hat Probleme, wenn der Text im Orginal auf einem farbigen Hintergrund steht. Wie erhalte ich trotzdem gute Ergebnisse

Antwort:
Jede OCR-Software benötigt, um einen Text gut umwandeln zu können, einen ausreichend guten Kontrast zwischen Zeichnung und Hintergrund, um dies fehlerfrei tun zu können. Falls Ihre OCR-Software mit farbigen Hintergründen Schwierigkeiten hat, gehen Sie wie folgt vor:

  • Scannen Sie Ihre Vorlage in der benötigten Auflösung und in Farbe.
  • Öffnen Sie diese Datei in einem Bildbearbeitungs-Programm, welches die Farbseparation beherrscht.
  • Wandeln Sie die Datei in das CMYK-Farbsystem um.
  • Separieren Sie Ihre Datei in die vier Farben Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und K (Schwarz) über die Funktion "Farbseparation".
  • Wählen Sie den Schwarz-Auszug aus. Hier müßte der Text am deutlichsten zu erkennen sein.
  • Erhöhen Sie, falls nötig, den Kontrast.
  • Speichem Sie den Schwarz-Auszug ab.
  • Schließen Sie Ihr Bildbearbeitungs-Programm.
  • Öffnen Sie Ihre OCR-Software, laden Sie den gespeicherten Schwarz-Auszug und starten Sie die Schrifterkennung.

Scannen von Vorlagen mit unbekannter Bildgröße

Frage:
Mit welcher Auflösung soll ich scannen, wenn ich noch nicht weiß, welche Bildgröße mein Scan haben soll?

Antwort:
Wenn Sie beim Scannen noch nicht wissen, welche Bildgröße Ihr Scan haben soll, benutzen Sie die Größe, die der Scan maximal einnehmen kann.

Wenn die endgültige Größe dann feststeht, benutzen Sie ein Bildbearbeitungsprogramm, um den Scan auf die benötigte Auflösung herunterzurechnen. Vermeiden Sie, den Scan einfach auf die gewünschte Größe zu verkleinern, da Sie dadurch eine Auflösung erreichen, die nur Speicherplatz verschwendet.

Weiterverarbeiten eines Ausschnittes eines Scans

Frage:
Wenn ich ein Photo eingescannt habe und jetzt doch nur einen Ausschnitt brauche, wie gehe ich vor?

Antwort:
Das Prinzip ist einfach: Beschneiden. Der Trick ist: Nicht im Layout-Programm.

Viele Programme bieten die Möglichkeit, Bilder zu "beschneiden", tun es aber nicht, sondern maskieren nur. Das heißt, sie zeigen nur einen Teil des Bildes und verdecken den Rest. Dieser ist aber immer noch vorhanden und kostet genauso Speicherplatz und Rechnerleistung - für etwas, das Sie gar nicht wollen und brauchen.

Öffnen Sie also Ihr gescanntes Bild in einem Bildbearbeitungs-Programm und wählen Sie Ihren benötigten Auschnitt. Kopieren Sie ihn in eine neue Datei und speichern Sie diese ab. Verwenden Sie jetzt diese Datei für Ihr Text-/Layout-Programm.

Bearbeiten eines zu weichen Scans

Frage:
In der berechneten Auflösung wirkt das Bild zu weich. Soll ich nicht doch in einer höheren Auflösung scannen?

Antwort:
Auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen: Nein, obwohl eine Erhöhung der Auflösung den Scan durchaus schärfer erscheinen läßt.

Oft erhalten Sie ein schärfer aussehendes Bild, wenn Sie ein Photo in der geringeren Auflösung scannen und dann anschließend diesen Scan nachschärfen. Je nachdem, welche Funktionen Ihr Bildbearbeitungs-Programm hat, wählen Sie dazu die Funktionen "Schärfen" oder "Unscharf-maskieren" (Kein Fehler, es heißt wirklich so!).

Sie erhalten damit ein besser aussehendes Bild bei einer geringeren Auflösung (und dadurch geringeren Dateigröße), als beim Scannen mit einer höheren Auflösung.

Erhöhen der Auflösung eines bereits angefertigten Scans

Frage:
Ich habe einen Scan ohne das zugehörige Orginal mit einer zu geringen Auflösung. Kann ich das noch verbessern?

Antwort:
In gewissen Grenzen ja. Dieses Problem tritt des Öfteren auf, wenn man sich z. Bsp. Bilder aus dem Internet zieht, die nur für eine Bildschirmausgabe gescannt wurden.

Der Trick liegt darin, im Bildbearbeitungs-Programm etwas Rauschen zum Bild hinzuzufügen. Dadurch wird der Unterschied zwischen den einzelnen Verläufen etwas weicher. Das Auge wird also etwas betrogen.

Den rechtlichen Aspekt der Verwendung von solchen Bildern lasse ich unberücksichtigt! Wenn Sie die Erlaubnis haben, diese Bilder zu verwenden, fragen Sie nach den Orginalen und scannen Sie sie selber!

Drehen von Scans

Frage:
Ich muß den Scan in meinem Dokument drehen. Wie gehe ich vor?

Antwort:
Hier gilt Ähnliches wie beim Beschneiden von Bildern.

Drehen Sie das Bild nicht in Ihrem Layout-Programm. Viele Programme verwalten das Bild intern als ungedreht und fügen nur den Hinweis hinzu, wie es gedreht werden muß. Jedesmal, wenn das Bild dann gedruckt wird, muß Pixel für Pixel erst an die neue Position "verschoben" werden. Ein imenser Rechenaufwand.

Drehen Sie also Ihr Bild, indem Sie entweder das Orginal bereits entsprechend auf dem Vorlagenglas des Scanners anlegen oder indem Sie den Scan in einem Bildbearbeitungsprogramm drehen.

Scannen von gemischten Vorlagen

Frage:
Mit welcher Auflösung scanne ich gemischte Vorlagen?

Antwort:
Mit der jeweils richtigen.

Wenn eine Vorlage sowohl Photos als auch Text enthält, kommen Sie nicht umhin, die einzelnen Bereiche separat zu scannen. Scannen Sie nicht die ganze Vorlage mit der Auflösung für Strichvorlagen oder sonstwas. Dies bringt weder gute Resultate für alle Bereiche, noch erhalten Sie eine vernünftige Dateigröße. Vermeiden Sie auch, sich mit einem "Durchschnittswert" an die Sache heranzumachen.

Scannen Sie das Photo mit den entsprechenden Einstellungen und den Text ebenfalls. Fügen Sie dann beide Dateien entsprechend in Ihr Dokument ein. Alles andere ist Schwachsinn (sorry).

Einfügen von Scans in die Textverarbeitung

Frage:
Ich habe in meinem Dokument sehr viele Scans, so daß die Dateigröße trotz korrekter Berechnungen sehr groß ist. Das Arbeiten damit dauert dadurch sehr lang. Kann ich das verbessern?

Antwort:
Zum Teil. Solange Sie an Ihrem Dokument arbeiten reicht es aus, wenn Sie nur sehen können, wo welches Bild sich befindet.

Scannen Sie zu diesem Zweck alle Bilder auch in einer niedrigen Auflösung und in s/w ein, ohne Nachbearbeitung. Oder rechnen Sie Ihre Scans mittels einer Bildbearbeitungssoftware auf eine niedrigere Auflösung und Farbtiefe runter. Fügen Sie diese Scans in Ihr Dokument ein, so lange Sie damit arbeiten. Erst wenn Ihr Dokument ausgedruckt werden soll, ersetzen Sie diese Scans durch die endgültigen. Dieser Zeitaufwand sollte deutlich geringer sein, als wie wenn Sie ständig die großen Scans in Ihrer Datei haben.

Versenden von Scans als Fax über ein Modem

Frage: 
Wenn ich eine Vorlage, bestehend aus Text und Photos, einscannen will um sie anschließend über mein Modem zu faxen, was muß ich beachten?

Antwort:
Das Wichtigste ist, daß Sie den Text als Strichzeichnung und nicht, weil Sie ein Photo mitscannen, als Graustufe scannen. Wenn Sie den Text als Graustufe scannen, wird er beim Versenden gerastert und damit unleserlich.

Ist das Photo wichtig, scannen und bearbeiten Sie das Photo wie unter "Scannen für den Ausdruck auf Tintenstrahl-Druckern und anschließender Kopie". Anschließend montieren Sie beide Scans in einem Graphikprogramm zusammen und versenden es. Ist das Photo nicht so wichtig scannen Sie es mit dem Text als Strichvorlage.

Trotz Reinigens Staubflecken im Scan

Frage: 
Trotz sehr sorgfältigen Reinigens von Vorlagenglas und Vorlage sind in meinen Scans, besonders in den dunklen Bereichen, immer noch Staubflecken zu sehen. Was kann man dagegen tun?

Antwort:
Stellt sich die Frage, ob es tatsächlich Staub ist. Es kann nämlich auch durch das Rauschen der elektronischen Bauteile verursacht werden. Dagegen kann man kaum etwas machen. Je höherwertiger der Scanner, desto geringer sollte dieses Rauschen aber sein.

Versuchen Sie aber mal folgendes: Scannen Sie das Photo mal in einer deutlich überhöhten Auflösung (so 400 - 600 dpi) und rechnen die Auflösung dann in der Bildbearbeitungs-Software wieder auf die benötigten ca. 150 - 200 dpi runter.

Bei großen Scans stürzt der Rechner ab

Frage: 
Trotz ausreichend vorhandenem Arbeitsspeichers können nur sehr kleine Vorlagen gescannt werden. Bei größeren Scans stürzt der Rechner ab und muß aus- und wieder eingeschaltet werden. Ursache?

Antwort:
Eine mögliche Ursache ist trotzdem der Speicherplatz, und zwar der virtuelle Speicher. Überprüfen Sie in Ihrem Betriebssystem die Einstellungen für den virtuellen Speicher. Ist er groß genug? Ist auf der Festplatte auch noch genügend Platz frei (irgendwohin muß der Computer ja auslagern)?

Denken Sie aber auch daran, daß Ihre Scans vielleicht gar nicht so groß sein müssen und evtl. geringere Auflösungen - und damit Dateigrößen - ausreichen.